Delegation wieder zurück in Viernheim

Anfang Februar ging es für die Viernheimer Delegation Richtung Partnergemeinde Silly. Statt der geplanten 10 Personen, waren es letztendlich nur 9 Mitglieder, die am 2. Februar die Reise nach Burkina Faso antraten. Nach einem Zwischenstopp in Paris kam die Gruppe am Nachmittag in der Hauptstadt Ouagadougou an. Zur großen Freude aller Teilnehmer waren auch sämtliche Koffer angekommen und die Gruppe wurde bereits am Flughafen vom Bürgermeister der Kommune Silly sowie weiteren Freunden aus der Partnergemeinde im Empfang genommen. Die erste Nacht wurde in der Hauptstadt verbracht bevor es am nächsten Morgen weiter nach Silly ging. Die Ankunft in Silly war unglaublich herzlich ebenso die Wiedersehensfreude zwischen den Teilnehmern der Delegation und der Bevölkerung. Im Zentrum von Silly sang, klatschte und tanzte eine Frauengruppe, um die Delegation Willkommen zu heißen. Ein paar Meter weiter standen die Grundschüler in einer langen Reihe und hielten ein Plakat in den Händen. Kurzerhand stiegen Frauen und Kinder mit in den Bus, um gemeinsam mit der Gruppe zum Berufsbildungszentrum zu fahren. Die Notfallsitze wurden ausgeklappt und Frauen und Kinder auf den Schoß gesetzt. Auch wenn es heiß und unbequem war, waren alle glücklich und überwältigt von dieser Begrüßung. Im Berufsbildungszentrum angekommen, wo die Delegation während ihres Aufenthaltes in Silly untergebracht war, ging es direkt weiter. Die Auszubildenden standen Spalier, klatschten und jubelten, während eine Gruppe von Männern tanzte. Für die kommenden Tage stand viel auf dem Programm. Der Schwerpunkt der Entsendungsreise lag auf dem Klimaprojekt „Ein Kind - ein Baum“. In diesem Zug wurden 15 Schulen im Departement besucht. Dort wurde nach dem Zustand der Bäume geschaut ebenso nach den Brunnen, die z.T. im Rahmen dieses Projektes gebaut wurden. Die Baumpflanzungen direkt vor Ort war jedes Mal aufs Neue ein Highlight. Ganze Scharen von Kindern versammelten sich um die Besucher aus Deutschland, um mitwirken zu können. Aber auch die Lehrer und Schuldirektoren wollten mit anpacken und bohrten fleißig Löcher in den Boden. Ein weiterer Bestandteil des Projektes war die Fortsetzung des Workshops zum Thema „Klimapatenschaft zwischen Silly und Viernheim“ sowie die Evaluation der ersten Projektphase mit den Verantwortlichen vor Ort. Neben des Klimprojektes, stand auch der Besuch des Rathauses, der Polizeistation, des Radiosenders in Poura sowie einiger Gesundheitsstationen auf der Agenda ebenso ein Treffen mit einer Studentengruppe sowie Vertretern der Frauengruppen aus Silly. An einem Tag hatten die Mitglieder der Delegation die Möglichkeit, den Auszubildenden bei der Weiterverarbeitung zu zusehen wie z.B. bei der aufwendigen Herstellung von Karitébutter, Seife und Sumbala (Gewürz). Nach zwei arbeitsreichen Wochen kehrte die Delegation, mit vollen Speicherkarten und vielen glücklichen Erinnerungen im Gepäck, zurück.